Die heilige Unterhose von Karl Marx

GÖTTLICHER SCHLÜPFER
Als Parodie auf die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier stellte der Künstler Helmut Schwickerath „Die Heilige Unterhose von Karl Marx“ aus. Das dreiflügelige Altar-Gebilde zeigt eine lange orange-braune Unterhose im Zentrum, flankiert durch Helene Demuth und Sahra Wagenknecht. Die Unterhose stammt aus dem Nachlass seiner langjährigen Haushälterin Helene Demuth und ihre Echtheit wird – im Vergleich zu jener des „Heilig Rock“ – nicht bezweifelt. 1996 konstituierte sich der „Geheimbund der Heiligen Unterhose“, um die „Heilig-Hos’-Wallfahrt“ zu wahren. Dieser Bund soll bereits beträchtliche Geldsummen gesammelt haben, um sicherzustellen, dass Marxens Unterhose in den nächsten 500 Jahren parallel zur „Heilig Rock-Wallfahrt“ ausgestellt werden kann. Auch wird sie als Wanderreliquie an verschiedenen Schauplätzen Deutschlands zu sehen sein. (2017 zum Beispiel wurde der Altar in die Sonderschau im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden mit dem Titel „100 Gründe rot zu werden“ berufen.) Zum Spiegelartikel.


GÖTTLICHE RELIQUIEN
Durch den Erwerb der Katz-Sonderausgabe „Im Namen der Hose“ konnten die Unterhosenpilger vor Ort den „vollkommenen Ablass“ erhalten, was viele Anwesende sofort in Anspruch nahmen. Viele Heilig’ Hos‘ Pilger nutzten die Gelegenheit „Heilig-Hos‘-Postkarten“ zu erwerben, wobei vor allem die Reliquienkarte mit dem Originalfaden des Marxschen Beinkleides reißenden Absatz fand.